Erste
Hilfe
Durchfall ohne
Fieber bessert sich häufig nach einem Fastentag. Der Hund
sollte stark verdünnten Tee mit einer Prise Salz –
ohne Zucker, evtl. mit 1 Süßstofftablette erhalten.
Im Tierbedarf gibt es auch Tabletten gegen Durchfall „RETO“
von Trixie.
Verstopfungen lassen
sich oft durch rohe Leber oder einige Teelöffel süßer
Dosenmilch beheben. Bei einer Verhärtung von Knochenteilen
im Enddarm hilft allerdings meist nur ein fachgerechter Einlauf.
Erbrechen ist
keine selbständige Krankheit. Einmaliges Erbrechen kann
durch zu hastiges Fressen, zu kaltes Futter oder durch Aufnahme
von Fremdkörpern ausgelöst werden. Gelegentliches
Erbrechen ist beim Hund ohne große Bedeutung. Wird ständig
erbrochen, muss ein Tierarzt aufgesucht werden.
Insektenstiche,
vor allem durch das Schnappen nach Wespen u. Bienen verursacht,
können schnell zu erheblichen Schwellungen am Kopf oder,
noch schlimmer, im Rachen führen. Da sollte möglichst
schnell ein Tierarzt aufgesucht werden.
Hautverletzungen müssen
genau inspiziert werden. Oberflächliche Abschürfungen
können mit Hausmitteln behandelt werden. Auf jeden Fall
um die Wunde die Haare abschneiden, damit es nicht mit Wundsekret
verklebt. Es führt sonst zu Vereiterungen. Spätestens
dann sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.
Scheinschwangerschaft
tritt bei manchen Hündinnen etwa acht Wochen nach der Läufigkeit
auf. Sie sind unruhig „bemuttern“ irgendwelche Gegenstände,
fressen schlecht und erbrechen gelegentlich. Das Gesäuge
schwillt, Milch bildet sich. Abhilfe schafft häufig wenig
Fressen und Trinken bei viel Bewegung und Beschäftigung.
Das Gesäuge kann mehrmals täglich mit kaltem Wasser
gekühlt werden, damit die Milchproduktion sich zurück
bildet. Auf gar keinen Fall die Milch ausdrücken. Sollten
die Erscheinungen nicht nachlassen, muss ein Tierarzt aufgesucht
werden.
Fieber ist
eine Abwehrreaktion des Körpers, meist auf Infektionen.
Die Hundenase kann auch beim kranken Hund feucht und kühl
sein. Die Temperatur muss im After gemessen werden. Sie darf
39°C nicht übersteigen. Dann sollte man einen Tierarzt
zu Rate ziehen.
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